Fachlich geprüft: 08. November 2026 · Redaktion 3D Vermessung Deutschland
1. Anfrage
Über den Angebotskonfigurator beschreiben Sie Objekt, Standort, Wunschleistungen und Zeitrahmen. Vorhandene Pläne können Sie hochladen.
2. Angebot
Sie erhalten ein Angebot mit Leistungsumfang, Formaten und Terminvorschlag. Rückfragen klären wir vorab.
Sie möchten ein konkretes Angebot? Beschreiben Sie Ihr Objekt in wenigen Schritten.
3D-Gebäudevermessung anfragen3. Aufnahme vor Ort
Das Gebäude wird mit dem Laserscanner an mehreren Standpunkten erfasst. Räume sollten zugänglich sein; Möbel dürfen stehen bleiben, verdecken aber Wandflächen.
4. Auswertung
Registrierung der Scans, anschließend Ableitung der vereinbarten Pläne oder Modelle.
5. Datenübergabe
Sie erhalten Dateien in den vereinbarten Formaten und können Rückfragen zur Übergabe stellen.
Was Sie vorbereiten können
- Zugang zu allen Räumen inkl. Keller und Dach
- Altpläne und bekannte Umbauten
- Ansprechpartner vor Ort
- Strom für Geräteladung bei längeren Aufnahmen
Was am Scantag konkret passiert
Das Team verschafft sich zunächst einen Überblick, legt eine Route durch das Gebäude fest und stellt den Scanner an den ersten Standpunkt. An jedem Standpunkt erfasst das Gerät seine Umgebung in einem Durchlauf; danach wird der Standpunkt gewechselt. Die Standpunkte überlappen sich, damit die Einzelscans später zusammengeführt werden können. Türen werden offen gehalten, damit Sichtverbindungen zwischen Räumen entstehen.
Parallel können Fotos oder Notizen zu besonderen Stellen entstehen, etwa zu Bereichen, die nicht zugänglich waren. Am Ende erfolgt meist eine kurze Plausibilitätsprüfung vor Ort, damit Lücken noch am selben Tag geschlossen werden können.
Rollen und Aufgaben im Ablauf
| Phase | Auftraggeber | Dienstleister |
|---|---|---|
| Anfrage | Ziel, Objekt, Wünsche beschreiben | Rückfragen stellen, Umfang klären |
| Angebot | Umfang prüfen und freigeben | Leistungen, Formate, Termin festlegen |
| Aufnahme | Zugang sicherstellen | Scannen, Dokumentation, Plausibilitätskontrolle |
| Auswertung | Rückfragen beantworten | Registrierung, Zeichnung oder Modellierung |
| Übergabe | Daten prüfen, Korrekturen melden | Übergabe, Erläuterung, Korrekturschleifen |
Typische Verzögerungen und wie Sie sie vermeiden
- Räume sind am Termin verschlossen oder durch Lagergut blockiert
- Ansprechpartner vor Ort sind nicht erreichbar
- Das Wunschformat wird erst nach der Auswertung genannt
- Altpläne oder Hinweise zu Umbauten fehlen
- Bewohner sind über den Termin nicht informiert
- Wetter spielt bei Außenaufnahmen eine Rolle (Regen, starker Wind)
Nach der Übergabe
Nach der Lieferung lohnt eine kurze Prüfung anhand bekannter Maße. Rückmeldungen zu Layern, Beschriftungen oder Darstellung lassen sich in Korrekturschleifen einarbeiten. Bewahren Sie die Punktwolke auf: Sie ermöglicht später zusätzliche Schnitte, Maße oder Modelle, ohne dass erneut gescannt werden muss.
Vom Erstkontakt zum belastbaren Angebot: Welche Angaben helfen
Ein Angebot ist nur so genau wie die Informationen, auf denen es beruht. Hilfreich sind Adresse, Gebäudeart, grobe Geschosszahl, der Zweck des Auftrags und der Zeitpunkt, bis zu dem die Pläne vorliegen müssen. Wer zusätzlich sagt, mit welcher Software der Planer arbeitet, erspart später Rückfragen zum Lieferformat. Fotos von Treppenhaus, Dachboden oder Keller zeigen, ob ungewöhnliche Situationen zu erwarten sind.
Wichtig ist auch, was nicht gewünscht ist. Wenn nur ein Geschoss oder nur die Außenhülle gebraucht wird, sollte das ausdrücklich im Angebot stehen. Ebenso gehört die Frage dazu, ob Sie eine Punktwolke, einen CAD-Plan oder ein BIM-Modell erwarten, denn dies sind drei verschiedene Leistungen. Eine Punktwolke ersetzt keinen Plan, und ein Plan ist noch kein Modell.
Vorbereitung auf den Scantermin: eine Woche vorher
Etwa eine Woche vor dem Termin lohnt sich ein kurzer Abgleich. Bestätigen Sie, wer vor Ort Türen öffnet und Schlüssel hat, und ob alle Räume tatsächlich zugänglich sind. Wohnungen, die vermietet sind, sollten die Mieter rechtzeitig und nachweisbar ankündigen. Verschlossene Technikräume, Dachluken und Kellerabteile sind die häufigsten Gründe für Nacharbeiten.
Am Scantag selbst hilft ein aufgeräumter Zustand, ohne dass Sie Möbel ausräumen müssten. Freie Durchgänge, ausreichende Beleuchtung und offene Innentüren verkürzen die Aufnahme. Sagen Sie dem Team außerdem, welche Bereiche besonders wichtig sind, etwa ein geplanter Durchbruch. Dort kann dichter gescannt werden, ohne dass der Rest des Gebäudes darunter leidet.
- Zugang und Schlüsselverantwortliche benannt
- Mieter oder Nutzer informiert
- Durchgänge und Türen frei
- Besonders wichtige Bereiche vorab markiert
Abnahme der Daten: Was Sie bei der Übergabe prüfen sollten
Prüfen Sie nach Erhalt zuerst, ob alle vereinbarten Dateien vorliegen und sich in Ihrer Software öffnen lassen, etwa in AutoCAD, Revit, ArchiCAD, Allplan oder CloudCompare. Stichprobenartige Kontrollmaße im Gebäude, etwa über Raumlängen oder Türbreiten, zeigen schnell, ob der Plan zu den Erwartungen passt.
Melden Sie Auffälligkeiten gesammelt und mit Raumbezug, statt einzeln nach und nach. So lassen sich Korrekturen in einem Durchgang erledigen. Klären Sie außerdem, wie lange die Rohdaten beim Dienstleister aufbewahrt werden und wie Nachlieferungen abgewickelt werden, falls Sie später weitere Schnitte oder Ansichten aus derselben Punktwolke benötigen.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es von der Anfrage bis zur Datenlieferung?
Das richtet sich nach Objektgröße, Lieferumfang und Terminlage. Einen realistischen Zeitplan nennen wir im Angebot. Auswertung und Zeichnung benötigen üblicherweise mehr Zeit als die Aufnahme vor Ort.
Muss ich beim Scan anwesend sein?
Nicht zwingend, aber ein Ansprechpartner sollte erreichbar sein und Zugang ermöglichen. Rückfragen zu Räumen oder Bereichen lassen sich so sofort klären.
Kann ich Termine verschieben?
In der Regel ja, wenn Sie rechtzeitig Bescheid geben. Die Konditionen für Verschiebungen sollten im Angebot stehen. Bei kurzfristigen Absagen können Ausfallkosten entstehen.
Was passiert, wenn ein Raum beim Termin nicht zugänglich war?
Der Bereich wird als nicht erfasst dokumentiert. Er kann nachgeholt werden, was häufig einen zusätzlichen Termin bedeutet. Planen Sie daher den Zugang vorab sorgfältig.
Muss ich beim Scan anwesend sein?
Nicht zwingend, aber eine Ansprechperson mit Zugang sollte erreichbar sein. Sie öffnet Räume, beantwortet Rückfragen und weist auf Besonderheiten hin. Ist niemand vor Ort, steigt das Risiko, dass einzelne Räume nicht erfasst werden und ein zweiter Termin nötig wird. Wohnungen oder Büros im Betrieb sollten Sie zusätzlich mit den Nutzern abstimmen.
Was passiert, wenn bei der Auswertung Lücken auffallen?
Kleine Lücken lassen sich oft durch Interpretation aus den umgebenden Scandaten schließen und werden im Plan gekennzeichnet. Fehlen ganze Bereiche, ist meist eine Nachmessung nötig. Ob diese im Angebot enthalten ist, sollten Sie vorab klären, am besten mit einer Regelung, wer die Ursache zu vertreten hat, etwa verschlossene Räume.
Kann ich den Ablauf beschleunigen, wenn die Zeit knapp ist?
Teilweise. Hilfreich sind früh geklärte Zugänge, ein eindeutig definierter Umfang und schnelle Freigaben. Sinnvoll ist auch eine gestufte Lieferung, bei der zunächst die dringend benötigten Geschosse bearbeitet werden. Die Registrierung und Zeichnung bleiben aber Handarbeit, deshalb sollten Sie Fristen mit dem Dienstleister im Einzelfall absprechen.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Fach- oder Rechtsberatung. Anforderungen können je nach Bundesland und Projekt abweichen.